Der Hexenstein am Tannenkamp

Auf dem Weg von Wolgast zum Tannenkamp lag ein eigentümlicher Stein, der als Hexenstein bezeichnet wurde. Er zeigte an seiner Oberfläche Eindrücke, die einer menschlichen Hand ähnelten und in die man auch seine Hand hineinlegen konnte. Von diesem Stein weiß die Sage folgendes zu berichten:

“ Ein Wolgaster Bäcker ertappte einst seinen Lehrjungen dabei, wie er gerade einen großen Klumpen Kuchenteig in der Hand hielt und davon naschte. Sobald er den Meister erblickte, lief er erschrocken mit dem Teig in der Hand aus der Backstube hinaus. Doch der Meister sprang ihm hinterher. Und so gab es eine wilde Jagd durch die Wolgaster Straßen bis vor die Tore der Stadt und endlich auf den Weg zum Tannenkamp. Hier stolperte der Junge und fiel hin. Der Kuchenteig wurde augenblicklich zu Stein, und der Abdruck der Hand blieb erhalten.“

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Über diesen Stein pflegten früher die Kinder zu springen. Sie glaubten, daß sie dann beim Vogelwerfen und im Würfelspiel gewinnen. Ob es sich dabei um diesen Stein handelt kann ich nicht genau sagen, aber ich habe es ausprobiert als ich das Foto gemacht habe. Ob sich der gewünschte Erfolg einstellt werden wir sehen.

Ich wünsche einen schönen Restsonntag und eine angenehme Woche. Ich melde mich mit neuen Sagen und Mythen am kommenden Sonntag.